DER KRIEG HAT KEIN WEIBLICHES GESICHT

„Der Krieg hat kein weibliches Gesicht“ ist ein Monodram nach den Texten der weißrussischen Autorin, Journalistin und Nobelpreisträgerin Swetlana A. Alexijewitsch.

Es ist eine erschütternde Sammlung von Erinnerungen junger Mädchen, die mit großer Begeisterung und Selbstaufgabe 1942 in den Krieg zogen, um ihre Heimat gegen die Nazis zu verteidigen. Die Existenz dieser Soldatinnen wurde von der kommunistischen Propaganda totgeschwiegen, da sie nicht in das Bild sowjetischer Helden passten: starke und hundertprozentige Sieger.

Die Frauen kamen zu der Überzeugung, dass es im Krieg keine Sieger oder Besiegte gibt und dass politisches Versagen zu dem Alptraum und der Hölle des Krieges führten.

Die Berichte der Feldköchinnen, Schützinnen, Sanitäterinnen, Panzerfahrerinnen und Fliegerinnen sind eine Chronik dieses und überhaupt jedes Krieges. Es sind einzigartige Dokumente, die jeder mündige Bürger kennen und jeder Politiker als tägliche Pflichtlektüre vor dem Schlafengehen lesen sollte!

Darüber hinaus sind die Erinnerungen voller Zärtlichkeit, Wärme und alltäglicher menschlicher Schwächen. Sie erzählen von Liebe, Freundschaft, Mut und heutzutage selten gewordener Loyalität.

In Zeiten weltweiter politischer Umwälzungen und dem Aufkommen unverantwortlicher Staatsmänner, die mit einem einzigen Wort in Jahren aufgebaute Bündnisse zunichte machen können, ist dieses Monodram „Der Krieg hat kein weibliches Gesicht“ ein lebendiges Mahnmal für heutige Generationen, was Krieg tatsächlich bedeutet und anrichten kann.

Die polnischstämmige Schauspielerin Joanna Stanecka bereitete diese Dokumente für die Bühne auf und macht daraus ein aufwühlendes und berührendes Ein-Frauen-Stück über die Unmenschlichkeit des Krieges.