MONIUSZKO UND SEIN EUROPA

Ein theatralischer Liederabend / Richeza-Preis 2018/19

Anlässlich des 200. Geburtstags des Komponisten Stanislaw Moniuszko feiert Polen 2019 das Moniuszko-Jahr. Im ganzen Land wird dessen Musik erklingen. Stanislaw Moniuszko war einer der wichtigsten und bekanntesten polnischen Komponisten, er wird als „Vater der polnischen Nationaloper“ bezeichnet (er komponierte u.a. die Opern „Das Gespensterschloss“ und „Halka“) und war auch ein sehr erfolgreicher Liederkomponist. Stanislaw Moniuszko studierte u.a. 2 Jahre in Berlin, die deutsche Literatur hatte ihn fasziniert, was sich in den Texten zur seinen Lieder sehr deutlich spiegelte. 4 Künstler, Thomas Cornelius (Pianist und Komponist), Lukasz Konieczny (Opernsänger-Bass), Christoph Stöcker ( Pianist und Korrepetitor ) und Joanna Stanecka (Schauspielerin) möchten gerne in einem originalen Liederabend das Schaffen des Komponisten dem nordrhein-westfälischen Publikum näherbringen und so den deutsch-polnischen Dialog als europäischen Austausch im Rahmen von Kunst und Musik erweitern und unterstützen und gleichzeitig das Jubiläum des Künstlers gemeinsam mit dem Publikum feiern.

Das Programm des Abends enthält im ersten Teil die bekanntesten Lieder des Komponisten, wie Dziad i Baba, Kozak, Stary Kapral, Pieś ńwieczorna, Do Niemna, Dumka, Znasz-li ten krajobraz, utwórfortepianowy Mazur. Im zweiten Teil werden wir die neuen Kompositionen von Thomas Cornelius hören, die auf den Texte der Schriftsteller basieren, zu welchen auch Stanislaw Moniuszko komponierte, sowie Neukompositionen – Variazionen, basierend auf den Stücken von Moniuszko. Auf diese Weise möchten wir eine polnisch-deutsche Geschichtsbrücke schlagen und einen neuen, europäischen Blick auf die Musik des Komponisten werfen.

Das Ganze wird mit den Texten der Schauspielerin Joanna Stanecka miteinander verflochten. Die modernen Texte, die dem Thema Künstler als Europäer, deutsche Einflüsse in der polnischen Kunst und Künstler als Flüchtling entsprechen werden.

Gefördert vom Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen.

PROGRAMM
Stanisław Moniuszko:
Mazur
Dziad i Baba – Józef Ignacy Kraszewski
Kozak – Jan Czeczot
Stary Kapral – Pierre Jean de Béranger – Übersetzung von Ludwik Władysław
Pieśń wieczorna- Ludwik Władysław Franciszek Kondratowicz
Do Niemna- Adam Mickiewicz
Dumka – Jan Czeczot
Znasz-li ten kraj – Johanna Wolfganga Goethego- Übersetzung von Adam Mickiewicz

Thomas Cornelius:
Kennst du das Land? – Johann Wolfgang Goethe
So hab ich wirklich dich verloren -Johann Wolfgang Goethe
Moja pieszczotka – Adama Mickiewicza- Peter Cornelius
Mazur

Moderne, aktuelle Texte von Joanna Stanecka

BIOGRAFIEN DER KÜNSTLER
Der Bass Lukasz Konieczny wurde in Lódź, Polen geboren und absolvierte sein Gesangsstudium an der Musikakademie Breslau. Meisterklassen bei namhaften Sängern sowie Schauspielkurse rundeten seine Ausbildung ab. Seit der Spielzeit 2011/12 gehört er dem festen Ensemble der Deutschen Oper am Rhein an, deren Opernstudiomitglied er zuvor war.

Als Komponist, Organist und Dirigent zählt Thomas Cornelius zu den vielseitigsten Musikern seiner Generation. Er wirkte an der Elbphilharmonie-Eröffnung und über 50 weiteren Konzerten im neuen Konzerthaus mit, bei denen auch mehrfach Kompositionen von ihm zur Aufführung kamen. So erklang im April 2018 zur Eröffnung des 3. Internationalen Musikfests in Hamburg sein „Präludium zur Missa solemnis“, das er auf Initiative von Thomas Hengelbrock komponiert hat. Dieses Konzert wurde europaweit im Hörfunk gesendet.

Joanna Stanecka studierte Schauspiel an der Filmhochschule Łódź. Sie ist eine Schauspielerin die gegenwärtig in Deutschland wohnt, 3 Sprachen beherrscht und mit ihrer theatralischen Arbeit, literarisch, szenisch, schauspielerisch und mental mindestens zwei Nationen miteinander verbindet: Deutschland und Polen. Ihre letzten Werke sind die Monologe „My Farm“, „Cudzoziemka“ („Die Fremde“) und „Wojna nie ma w sobienic z kobiety“ („Der Krieg hat kein weibliches Gesicht“), mit denen sie Europa- und teilweise Weltweit Erfolge verzeichnete, denn die Uraufführung von „My Farm“ fand in englischer Sprache im RowTheatre in Manhattan, New York statt. Joanna Stanecka war ebenso letztens in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen, u.a. in der polnischen Serie „M jakmilosc“ sowie, als Agata Kaczmarek in der letzten Folge des „Polizeirufes 110“ – „Der Fall Sikorska“.

Christoph Stöcker studierte Kirchenmusik und Dirigieren/Orchesterleitung u.a. in seiner Geburtsstadt Würzburg. Ein erstes Festengagement führte ihn als Solorepetitor an das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin. Nach einer weiteren Verpflichtung als Solorepetitor und Assistent des GMD an den Städtischen Bühnen Münster, wo er Oper, Operette und Musical dirigierte, arbeitete er einige Jahre als Solorepetitor an der Staatsoper Hamburg. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit den Bayreuther Festspielen, wo er seit 2006 regelmäßig als musikalischer Assistent arbeitete. An der Deutschen Oper am Rhein war er 2009 bis 2014 musikalischer Leiter des internationalen Opernstudios. Seit 2014 ist er hier Kapellmeister und Korrepetitor.