EDITION OUTBIRD LIEST
Vier Autoren*Innen des Leipziger (Gera) Verlags Edition Outbird geben Einblicke in ihre aktuellen Veröffentlichungen/Arbeiten: Roland Spranger aus Hof (Bayern), Sanjina Kashikar aus Aachen, Ingo Munz aus Essen und Klaus Märkert aus Bochum. Diese Veranstaltung im ZEITMAUL-Theater Bochum am 12.09.2026 wird vom Kulturamt der Stadt Bochum gefördert.
Roland Spranger schreibt Romane, Theaterstücke und alles, was nötig ist. Nebenher ist er Mitinitiator eines Podcast und verschiedener Live-Literatur-Formate. Zuletzt wurden die Stücke „White Power Barbies“ und „Dämon“ uraufgeführt, sowie „Archaeopteryx – Der Stein vergisst nicht“, das er als Stadtschreiber von Weißenburg i. Bay. verfasst hat. Im Jahr 2013 erhielt sein Thriller „Kriegsgebiete“ den Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte „Bester Roman“. Für den Preis war noch zweimal in der Sparte „Bester Kurzkrimi“ nominiert. Mit dem Roman „Tiefenscharf“ war er auf der Krimi-Bestenliste. Zuletzt erschien das Buch „Die Kunst der Bauchlandung“ in der Edition Outbird.
In „Die Kunst der Bauchlandung“ lässt Roland Spranger zwei Schauspieler frontal in die Wirklichkeit krachen: Applaus ist nichts wert, die Miete schon. Zwischen Regie-Ideen aus der Mottenkiste, Kantinen-Chili und Krimi-Klischees zerlegt sich eine Branche selbst – und mittendrin zwei Profis am Rand des Absturzes. Mal wütend, mal komisch, mal ziemlich nah am Nervenzusammenbruch. Und während alles den Bach runtergeht, diskutiert der Autor mit einer KI, ob Scheitern nicht längst die ehrlichste Form von Erfolg ist.
Sanjina Kashikar schreibt düster, surreal und experimentell. Sie ist Co-Kuratorin der Aachener Lesereihe „AnArCHiEN“ und liest auf Kultur- und Musikfestivals. Ihre Kurzgeschichte „Keine Zeit“ wurde für den Inklingspreis 2025 nominiert. Sie liest aus ihrem Debütroman „Rattenkönig“ (2026 bei Edition Outbird erschienen), in dem zwei gebrochene Menschen einander den Halt geben wollen, den sie nie hatten – bis der Wunsch nach Symbiose in eine gefährliche Obsession umschlägt.
Ingo Munz, geboren 1973 in Erlenbach am Main, ist Sohn des Maschinenschlossers Bernd Munz. Er lebt und schreibt im Ruhrgebiet. 1998 gründete er den Essener Philosophenclub „Die Eule“, 2002 die „Bewegung Amorkratie. Jetzt!“ und 2013 den „»Verlag Ingo Munz“.
- Zahlreiche Veröffentlichungen im Spannungsfeld zwischen Graphic Novel, Poesie, Erzählung und Roman, die mal im eigenen, mal in anderen Verlagen erscheinen.
- 2009: Arbeitsstipendium der Hamburger Kulturstiftung „Cafe Royal“
- 2022: Residence im Rahmen des Festivals NeoTango Landscapes, Zeche Zollverein
- 2023: Residence im Rahmen der Journées Européennes du patrimoine« in Vannes/Bretagne
Er liest aus seinem Erzählband „An der Guillotine und gibt einen ersten Einblick in seinen im Spätherbst 2026 erscheinenden Briefroman „Xanthippi“.
Klaus Märkert, Bochumer Autor und DJ, früher auch einmal unterwegs als Sozialarbeiter, Musikredakteur bei Marabo, Schallplattenverkäufer und Taxifahrer, schreibt autobiografische Romane und schwarzhumorige Erzählungen (Nachthumor). Aktuell arbeitet er an einer erweiterten Fassung seines zweiten Romans Requiem für „Pac-Man“, ein 90er Jahre Szeneroman, und an der Fortsetzung seiner düster-heiteren Erzählung „Schatten voraus“. Am 12.09.2026 wird er aus beiden aktuellen Manuskripten einen Auszug präsentieren.